Dachs des Monats Dezember 2016.

Projekt Beschreibung

STADTLOHN Im Heizungskeller der Familie Steneberg hat die Zukunft begonnen. Eine Brennstoffzelle produziert dort Strom und Wärme für den Fünf-Personen-Haushalt

  • Objekt: Einfamilienhaus
  • Anlage: SenerTec Dachs InnoGen
  • Leistung BHKW: 250-700 Wel, 200-960 Wth
  • Leistung Spitzenlasttherme: 20 kWth
  • Inbetriebnahme: 11/2016
  • Brennstoff: Erdgas
  • Erzeugte Strommenge: 4.700 kWh/a
  • Betriebsstunden BHKWs: 8.500 h/a
  • Kapazität Warmwasserspeicher: 300 Liter

Erzeugte Wärmemenge: ca. 12.000 kWh/a

Zukunft im Keller

 

Die Brennstoffzelle produziert Strom und Wärme für einen Fünf-Personen-Haushalt. In einem elektrochemischen Prozess reagiert Wasserstoff, der aus gewöhnlichem Erdgas gewonnen wird, mit dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft.

Bei dieser exothermen Reaktion wird die im Brennstoff Erdgas gebundene Energie in Strom und Wärme und Wasser umgewandelt. Und das nahezu lautlos, da die Brennstoffzelle ohne rotierende Teile auskommt. Aufgrund der Modulation fährt die Brennstoffzelle im Sommer auf der kleinsten Stufe mit 200 W thermischer und 250 W elektrischer Leistung. Das reicht aus, um im Sommer den Brauchwasserbedarf abzudecken. Im Winter fährt die Brennstoffzelle auf 960 W thermische und 700 W elektrische Leistung, in dieser Zeit wird sie durch eine in die Anlage integrierte Spitzenlasttherme unterstützt. Durch die Modulation erreicht die Brennstoffzelle fast 8760 Betriebsstunden, bei rund 5000 Vollbenutzungsstunden. Der erreichte Autarkiegrad liegt bei über 70 %.

 

Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme bedeutet eine Einsparung von rund 1,7 Tonnen CO2 pro Jahr im Einfamilienhaus. Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von ca. 35 % und einem thermischen Wirkungsgrad von 56 % erreicht die Anlage einen Brennstoffausnutzungsgrad von 91 %. Natürlich kann hier die Stromvergütung nach KWK-Gesetz in Anspruch genommen werden. Zudem wird seit 2016 die Investition von Privathaushalten in Brennstoffzellenheizgeräte besonders gefördert. Über das kfw-Förderprogramm Nr. 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ können attraktive Zuschüsse beantragt werden.

 

Um mit anderen Heizsystemen konkurrieren zu können, ist dieser Zuschuss im Moment auch noch notwendig. Mit geschätzt 500 installierten Anlagen mit Brennstoffzellentechnologie in Einfamilienhäusern, steht dieses System noch in der Markteinführung. Wenn mehr und mehr Brennstoffzellenheizgeräte Einzug in die Heizungskeller erhalten, tritt auch hier ein Skaleneffekt ein. Die Produktionskosten für die Geräte sinken und können günstiger am Markt angeboten werden. Die Investitionskosten für die schlüsselfertige Anlage betrugen rund 30.000 Euro, ohne die kfw-Förderung.

 

Wer sein Heizsystem auf eine umweltschonende, effiziente und zukunftsweisende Technologie umstellen möchte, ist mit der Brennstoffzelle im eigenen Keller sehr gut aufgestellt.

Projekt Details

  • Datum 2. März 2017
  • Tags dachs-des-monats
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